Spiel Nummer 1 der Jugend Lk2 gegen Groß-Umstadt: Zum ersten Mal steht die neue Mannschaft in dieser Konstellation zusammen auf dem Feld. Für Hannah, Maja und Chiara ist es das erste Spiel und die Nervosität ist bei uns deutlich zu spüren. Wir müssen alle auf ein System zurückgreifen, dass für uns neu (beziehungsweise alt) ist. Das sollte aber kein Problem sein, oder?
Motiviert und mit Glücksgummibärchen versorgt starten wir in den ersten Satz, doch nichts will so richtig klappen. Huch, schon wieder ein Ball? Wo soll ich stehen? Lange 6 oder kurze 6? Soll der Ball ins Feld oder doch lieber ins Aus? Scheinbar haben wir alles vergessen. Anna schlägt am Seitenrand die Hände über dem Kopf zusammen. „Sind das die gleichen Mädchen, die ich sonst trainiere?“, scheint sie sich zu denken. Tatsächlich haben die sechs Spielerinnen, die auf dem Feld stehen, wenig Ähnlichkeit mit uns. Auch eine Auszeit hilft uns nicht, uns wieder zu sammeln – den ersten Satz müssen wir mit traurigen 10 Punkten an die Gegner abgeben.

„So, jetzt haken wir diesen Satz ab und fangen wieder an so zu spielen, wie wir es im Training tun. Alles klar?“ – Alles klar, Anna. Ihre motivierende Rede hat Eindruck auf uns gemacht, denn wir fangen wirklich an, Volleyball zu spielen. Annahme, Stellen, Angriff. Die Gegner scheinen sich zu fragen, was mit uns geschehen ist; nach dem ersten Eindruck kein Wunder. Doch leider reichen auch die schönsten Angriffe von Hannah, Franka und Diana oder die besten Pässe von Sarah und Chiara nicht aus, um den Gegner komplett zu schlagen. Mit fünf Punkten Vorsprung kann der VC Groß-Umstadt auch diesen Satz für sich ausmachen.
Um einiges glücklicher mit unserem eigenen Spieleinsatz und von Annas positivem Feedback gestärkt, beginnen wir dem dritten Satz. Auch hier zeigen wir uns wieder von unserer guten Seite. Bis zur Mitte des Satzes ist es ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. Aber wie schon im zweiten Satz, hat der Gegner am Ende den längeren Atem und ein Quäntchen mehr Glück, um den Satz für sich zu entscheiden. Der Satz endet (19:25) und wir haben unser erstes Spiel 3:0 verloren. Doch abgesehen von dem ersten Satz, den wir alle komplett verschlafen haben, können wir stolz auf das erste Spiel unserer neuen Mannschaft sein.
Manchmal packt das Leben dir statt deinem ersehnten Obstfrühstück eben die Bohnen deines Freundes ein, doch dann bringt es nichts, dass Leben zu verfluchen – stattdessen sollte man versuchen, das Beste daraus zu machen und gestärkt aus der Erfahrung hervorzugehen, nicht wahr, Anna?
Wir freuen uns auf jeden Fall auf das Rückspiel und hoffen, dass wir dann nochmal die Chance bekommen zu beweisen, dass wir durchaus lernfähig sind.
Larissa
PS: Sarah ist die Beste!

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